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Entwicklung der EEG-Umlage

So funktioniert die Förderung von Ökostrom

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Seit Inkrafttreten im Jahr 2000 dient es der Bundesregierung als Regelwerk, um die CO2-Emissionen zu reduzieren, unabhängiger von konventionellen Energieträgern zu werden und die Ausgaben für Technologien zum Ausbau erneuerbarer Energien zu steuern. Ziel ist es, bis zum Jahr 2035 mehr als die Hälfte des deutschen Strombedarfs mit erneuerbaren Energien abzudecken.

Stromverbraucher zahlen EEG-Umlage

Netzbetreiber sind laut EEG verpflichtet, Ökostrom zu einem gesetzlich festgesetzten Preis aufzunehmen. Beim Verkauf des Erneuerbaren Stroms an der Strombörse erhalten sie nicht den Preis, den sie zuvor dem Stromerzeuger gezahlt haben. Deshalb wird die Differenz zwischen Börsenpreis und Abnahmepreis über die EEG-Förderung ausgeglichen. Diese Förderkosten werden dann über die EEG-Umlage auf die Verbraucher umgelegt

Wechselspiel von Angebot und Nachfrage 

Als Teil des Strompreises wird die EEG-Umlage von allen Stromverbrauchern gezahlt, sofern sie nicht durch Sonderregelungen teilweise davon befreit sind. Das können zum Beispiel Unternehmen sein, die einen hohen Stromverbrauch aufweisen und in starkem internationalen Wettbewerb stehen. Die Höhe der EEG-Umlage wird jedes Jahr im Oktober durch die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) anhand einer Prognose ihrer Ausgaben und voraussichtlichen Einnahmen aus Ökostrom festgelegt.

Für das Jahr 2017 beträgt die EEG-Umlage 6,88 ct/kWh (Cent je Kilowattstunde). Sie basiert auf den prognostizierten Vergütungszahlungen für:

Photovoltaik2,646 ct/kWh
Biomasse1,798 ct/kWh
Wind Onshore1,518 ct/kWh
Wind Offshore 0,926 ct/kWh
sonstige Erneuerbare Energien0,137 ct/kWh
sonstige Erlöse-0,009 ct/kWh
Liquiditätsreserve0,424 ct/kWh
EEG-Kontostand-0,559 ct/kWh

EEG-Umlage klettert 2017 auf Rekordniveau

Ausschlaggebend für den erneuten Anstieg der EEG-Umlage ist der niedrige erwartete Börsenstrompreis für die Erlöse aus Verkäufen an der Strombörse EPEX-Spot. Diese sollen um rund 900 Millionen Euro gegenüber der Vorjahres-Prognose sinken. Das EEG-Konto weist damit zum Jahresende 2016 ein Guthaben von 2,9 Milliarden Euro aus. Das sind rund 0,45 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen und Rücklagen wurden durch die bisher windreiche Winterzeit (2015/16) und das sonnenreiche Jahr 2016 stärker aufgezehrt. Für 2017 werden Neuanlagen im Offshore-Bereich erwartet, die mit ihrer hohen Anfangsvergütung das Fördervolumen insgesamt ansteigen lassen.

Politisches Ziel: Begrenzung der Förderkosten

Aktuell deckt Ökostrom rund ein Drittel des Stromverbrauchs in Deutschland. Mit der Novelle EEG 2017 wird die Förderung für Anlagen nun über Ausschreibungen geregelt. Wer also eine Anlage zur Erzeugung von Ökostrom baut, gibt ein Angebot ab. Darin steht, zu welcher Förderungsumme der Bieter die Erzeugungsanlage bauen kann. Damit sollen die Förderkosten für den Ausbau Erneuerbarer Energien gesenkt werden.

Zudem sieht das EEG 2017 definierte Ausschreibungsmengen für Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen vor. Damit soll gewährleistet werden, dass der Grünstrom im deutschen Strom-Mix gemäß der Vorgabe im EEG steigt. Zudem soll sichergestellt werden, dass der Netzausbau mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt hält. Denn an sehr windigen und sonnigen Tagen kommt es immer öfter vor, dass das Netz überlastet ist und Ökostrom-Erzeugungsanlagen abgeschaltet werden müssen.

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