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BMWi-Verbundprojekt zu „Load Disaggregation“ weiterhin auf Erfolgskurs

Mit Hilfe von zentralen Messungen die Aktivität einzelner Verbraucher im Netz des Kunden ableiten – das ist „Load Disaggregation“. Dies bedeutet kurz gesagt: Den Verlauf von Strom und Spannung an einem zentralen Punkt (z. B. im Zählerschrank) aufnehmen, um daraus Rückschlüsse auf die Aktivität der Verbraucher innerhalb des Stromnetzes zu ziehen. Über dieses Verfahren haben wir bereits im „F&E Einblick“ 01/2016 berichtet. Die innogy SE entwickelt dieses Verfahren im Verbundvorhaben „NILM“ (Nonintrusive Load Monitoring) gemeinsam mit den Partnern Discovergy GmbH, EasyMeter GmbH, GreenPocket GmbH und Fraunhofer IMS hin zur Praxisreife.

In der ersten Hälfte des auf zwei Jahre angesetzten BMWi-Förderprojektes wurden schon wichtige Meilensteine erreicht: So ist der Startschuss für die Messkampagne bei ausgewählten Gewerbe- und Industriekunden der innogy im November dieses Jahres gefallen. Eigens dafür hat das Fraunhofer IMS besondere Messtechnik beschafft, mit der mehrere tausend Messungen pro Sekunde an elektrischen Anlagen möglich sind. Die Daten aus dem laufenden Betrieb dienen schon jetzt der weiteren Verbesserung des bereits funktionsfähigen NILM-Algorithmus (= komplexes Regelwerk, in Software abgebildet), mit dem dann beispielsweise Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz identifiziert werden sollen.

Es zeichnet sich ab, dass insbesondere die Erkennung von gleichartigen Geräten eine große Herausforderung darstellt. So ist z. B. im industriellen Umfeld der Einsatz typgleicher Pumpen keine Seltenheit. Um den hohen Anspruch an die Erkennungsgüte auch für solche praxisrelevanten Fälle zu erfüllen, haben wir ein neuartiges Verfahren dazu entwickelt und für dieses sogar Patentschutz beantragt.

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