### WARENKORB ###

Heliatek: innogy ganz vorne mit dabei!

Im Juni 2016 haben wir die Biogasanlage Bergheim-Paffendorf eröffnet, die aus einem breitgefächerten Rohstoffmix der regionalen Landwirtschaft Biogas erzeugt, dieses auf Erdgasqualität aufbereitet und es dann als Biomethan in das Erdgasnetz einspeist. Aus diesem Biomethan mit einer nominellen Feuerungswärmeleistung von 7,4 Megawatt kann dann an anderer Stelle effizient und erneuerbar Strom und Wärme gewonnen werden.

Gleichzeitig dienen uns die großen silbergrauen Gärtanks der Anlage als Teststandort für innovative organische Photovoltaikfolienmodule der Firma Heliatek, an der innogy schon seit 2009 beteiligt ist. Direkt auf das profilierte Stahlblech der Außenfassaden von zwei der drei Gärtanks wurde HeliaFilm® mit einer aktiven Fläche von ca. 95 m2 geklebt. Der erzeugte Strom wird komplett lokal für den Eigenbedarf der Biogasanlage verbraucht.

Der technologische Ansatz von Heliatek ist weltweit einzigartig und wir als innogy sind ganz vorne mit dabei, eigene Betriebserfahrungen mit dieser Technologie zu sammeln. Dieses Know How fließt mit in den Aufbau neuer Geschäftsfelder ein; insbesondere weitere Kollegen aus der Strategie und F&E der innogy sind dazu eng mit in das Projekt eingebunden.

Weitere technische Details:

Insgesamt wurden 180 HeliaFilm® Folienmodule mit einer Gesamtleistung von 5,40 kWp montiert. Sie verteilen sich auf vier elektrisch getrennte Felder, je zwei pro Gärtank. Jedes Feld hat einen separaten „MPP Tracker“ für den Betrieb bei jeweils maximal möglicher Leistung, also im „maximum power point“. Wir haben zwei identisch große Felder direkt nach Süden ausgerichtet, je ein Feld schließt sich auf dem entsprechenden Behälter im Osten und im Westen an. So erreichen wir einen Kompromiss aus hohem Ertrag und tageszeitlicher Verfügbarkeit von Solarleistung. Zusätzlich können wir die Werte der beiden Südfelder direkt miteinander vergleichen. Die elektrische Leistung der Solarfelder sowie Einstrahlungswerte und Temperaturen messen wir, um die Leistungsfähigkeit dieser noch sehr neuen Technik über einen Zeitraum von mehreren Jahren auswerten zu können. Die Auswertung erfolgt gemeinsam mit Heliatek.

Von besonderem Vorteil für uns ist bei der Anlage das geringe Gewicht des HeliaFilm®, das die einfache Installation auf bestehenden Fassadenstrukturen ermöglicht. Dabei ist der Einfluss auf die Gebäudestatik, vor allem im Vergleich zu den gebräuchlichen aber deutlich schwereren Solarmodulen aus kristallinem Silizium, vernachlässigbar.

Bei der senkrechten Montage kommen weitere besondere Eigenschaften der organischen Solarfolie zum Tragen. So verfügt der Solarfilm von Heliatek über ein ausgezeichnetes Schwachlichtverhalten im Vergleich zu Siliziumzellen, was sich als großer Vorteil bei der Installation an einer senkrechten Fassade erweist, da diese Ausrichtung für eine Ertragsmaximierung zunächst nicht optimal ist. Zudem besitzt die Folie ein stabiles Hochtemperaturverhalten, was die direkte Aufbringung auf die Fassade ohne besondere Hinterlüftung erlaubt und damit eine Vielzahl von neuen Anwendungen ermöglicht. Zusätzlich erreichen die Module im Winterhalbjahr durch den niedrigeren Sonnenstand höhere Leistungswerte, was für eine möglichst hohe Abdeckung des Eigenbedarfs von Interesse ist.

Bei Rückfragen steht der Projektleiter Dr. Claus Linnemann (CoC Renewables) gerne zur Verfügung.

Über Heliatek

Heliatek hält den Weltrekord in der Zelleffizienz organischer Solarzellen mit 13,2%. Sowohl durch die Spitzenrolle in der Materialentwicklung als auch durch die bewährte Umsetzung in der Serienproduktion ist Heliatek das erste Unternehmen, welches die Kommerzialisierung von großflächigen OPV-Solarfolien umsetzt.

Zurück zur aktuellen Artikelübersicht